Kategorie: News

w/k: Talk To Me – Eine Kollaboration zwischen Kunst und Wissenschaft

Eine Auseinandersetzung mit Künstlicher Intelligenz erfordert für Kulturwissenschaftler*innen und Kunstschaffende interdisziplinäre Kompetenzen zwischen Wissenschaft, Technik und Kunst – wie aber lassen sich diese erfolgreich vermitteln? Dieser Erfahrungsbericht schildert anhand der experimentellen Hochschulkooperation My Home is my Burg den Versuch, das Zusammenspiel von Technik und Kultur künstlerisch-wissenschaftlich zu bearbeiten. Ziel ist ein tieferes theoretisches Verständnis von Chatbots, Robotern und maschinellem Lernen sowie von KI im Allgemeinen zu erzeugen und die Fähigkeit herbeizuführen, zwischen diesen Systemen und Gegenständen zu unterscheiden. Außerdem wird die Etablierung einer Mensch-Maschine-Interaktion angestrebt. Diesbezüglich soll mit künstlerischen Mitteln ein sorgsamerer Umgang mit Daten vermittelt sowie Sensibilität bezüglich des Umgangs mit Normativitätsvorstellungen geschaffen werden, die oftmals in Datensätze eingeschrieben sind.

Im Online-Journal w/k – Zwischen Wissenschaft und Kunst berichtet Komplexlabor-Mitarbeiterin Natalie Sontopski über das Projekt Talk to me. Die interdisziplinäre Kooperation der Hochschule Merseburg mit der Kunsthochschule Burg Giebichenstein Halle fand im Sommersemester 2021 statt.

Zum vollständigen Artikel hier klicken: wissenschaft-kunst.de/talk-to-me-eine-kollaboration-zwischen-kunst-und-wissenschaft

Digital ist besser?! – Camp für Digitale Kultur im Juli 2022

Camp für Digitale Kultur

Save the Date! Am 21. und 22. Juli 2022 veranstaltet das Komplexlabor Digitale Kultur unter dem Motto Digital ist besser?! das Camp für Digitale Kultur. Das Camp richtet sich an Maker*innen, Forscher*innen, Vermittler*innen und Denker*innen, die zu digitaler Kultur, Virtual Reality, Künstlicher Intelligenz und Maker-Kultur arbeiten, forschen, experimentieren und denken!

Für alle Beteiligten bietet das Camp die Möglichkeit, sich interdisziplinär zu digitaler Kultur auszutauschen, zu vernetzen, die eigene Arbeit vorzustellen und sich von den Ergebnissen anderer inspirieren zu lassen. Im Camp möchten wir einen Querschnitt dessen zusammentragen, wie digitale Kultur erforscht und vermittelt werden kann und den besonderen Fokus auf die Kultur des Makerspace, von Virtual Reality sowie Künstlicher Intelligenz legen. Im Vordergrund steht vor allem das praxisbasierte Forschen und Arbeiten, sei es an Maker-Projekten mit Mikrocontrollern und Sensoren, an virtuellen Welten oder an Mensch-Maschine-Interaktion.

Deswegen möchten wir hiermit schon einmal herzlich einladen, sich den Termin am 21./22. Juli 2022 für das Camp zum gemeinsamen Tüfteln, Basteln, Präsentieren, Theoretisieren und Diskutieren vorzumerken. Wir sehen uns in Merseburg!

Das Programm

Am ersten Tag stehen neben einer Einführung zu digitaler Kultur die Säulen KI-Literacy und VR-Literacy im Fokus. In interaktiven Formaten werden Beispiele aus der Praxis vorgestellt und theoretische Impulse gesetzt. Außerdem wollen wir relevante Stimmen aus den jeweiligen Feldern in einem Diskussionsformat auf die Bühne bringen. Der Tag wird mit einem gemeinsamen Abendessen und kulturellen Abendprogramm abgerundet.

Tetrapix Workshop
MakerFaire

Am zweiten Tag dreht sich das Programm um Maker-Literacy. Neben Vorträgen und Diskussionen soll eine MakerFaire Einblicke in die Welt der Maker-Kultur geben. Die Arbeiten und Projekte kommen von Student*innen der Hochschule Merseburg sowie unseren Kooperationspartner*innen.

Das Camp findet in der Willi-Sitte-Galerie in Merseburg statt. Übernachtungen sind im nahegelegenen Radisson Blu Hotel möglich. Das INNOMobil der Hochschule Merseburg wird mit Wissenschaft im Gepäck ebenfalls vor Ort sein.

Newsletter

Sie können sich jetzt für unseren Newsletter zum Camp für Digitale Kultur eintragen und rechtzeitig Aktuelles zur Anmeldung und zum Programm erfahren. Gerne weitersagen!

Aktionstage „Netzpolitik & Demokratie“ – 15. bis 21. November 2021

Die bundesweiten Aktionstage „Netzpolitik & Demokratie“, veranstaltet von den Landeszentralen für politische Bildung, finden vom 15. bis 21. November 2021 statt. Anlässlich der Aktionstage hat Komplexlabor-Mitarbeiterin Sasha Becker den Chatbot Netzbot entwickelt.

Durch die Aktionstage und ihre Einzelveranstaltungen sollen Themenbereiche der netzpolitischen Bildung stärker in den Fokus der breiten Öffentlichkeit gerückt und eine Diskussion mit und in der Zivilgesellschaft darüber angeregt werden, wie Demokratie auch in digitalen Räumen bewahrt und gefördert werden kann.

Das Komplexlabor Digitale Kultur beschäftigt sich schon länger mit Chatbot Prototyping. Der Prototyp Netzbot informiert über das Potenzial von Chatbots als feministisches Werkzeug. Warum feministisches Chatbot-Design relevant ist und wie man ohne Programmierkenntnisse einen eigenen Chatbot gestaltet, erklärt Netzbot.

Zum Programm der Aktionstage: netzpolitischebildung.de

Das Programm der KI & WIR* Convention 2021 ist online!

(Wie) Können wir Künstliche Intelligenz lernen? Am 26. und 27. November findet die KI & WIR* Convention 2021 digital statt. Das Programm, kuratiert von Komplexlabor-Mitarbeiterin Natalie Sontopski, ist jetzt online!

Schwerpunkt der dritten Ausgabe der KI & Wir* Convention wird das Thema KI Literacy sein. Der Begriff referiert auf die Notwendigkeit einer grundlegenden KI-Kompetenz in der breiten Bevölkerung. „(Wie) Können wir KI lernen?“, lautet die zentrale Frage angesichts einer sich rasant entwickelnden Technologie, die bei vielen noch eher Berührungsängste und Unsicherheiten hervorruft als Begeisterung und Akzeptanz.

Der erste Convention-Tag bietet als Konferenz Raum für Vorträge, Workshops, Webinare und Diskussionen mit KI-Expert*innen aus den unterschiedlichsten Bereichen von Kultur über Politik bis Forschung und darüber hinaus. An Tag zwei steht „KI zum Selbermachen“ im Mittelpunkt: Kreative Angebote aus der Community vom DIY-Kurs über künstlerische Installationen bis hin zu interaktiven Lernangeboten laden zum Ausprobieren, Mitmachen und Lernen ein.

Hier geht es zum Programm: ki-convention.com

Bild: iStock

Artikel: Once an Assistant, Always an Assistant

Als Siri 2011 von Apple auf den Markt gebracht wurde, war eines der ersten Dinge, die Leute versuchten, den neuen virtuellen Assistenten zu verärgern. Es gibt tonnenweise Videos, in denen Nutzer – meist Männer – Siri beschimpfen, und sogar ein wikihow mit dem Titel „How to upset Siri“. Aber die Sache ist die: Siri wird eigentlich nie wütend oder verärgert. Ihre Reaktionen – und hier ist die Wahl des Pronomens beabsichtigt – sind meist ausweichend, neutral oder sogar schüchtern. Wie die meisten KI-Sprachassistenten ist auch Siri feminisiert.

Feminisierte Sprachassistenten verstärken eine Kultur, die die Menschen lehrt, Frauen mit Assistentinnen gleichzusetzen – und umgekehrt echte Frauen dafür zu bestrafen, dass sie nicht wie Assistentinnen sind. Aber dieser Stereotyp ist nicht neu. Tatsächlich ist die Gleichsetzung von Frauen mit Assistentinnen in den letzten 100 Jahren in unser soziales Gefüge einprogrammiert worden. Mehr darüber, wie die Darstellung von KI in der geschlechtsspezifischen Vergangenheit feststeckt, beschreiben Natalie Sontopski, Mitarbeiterin des Komplexlabors, und Designerin Amelie Goldfuß im Artikel „Once an Assistant, Always an Assistant“.

Hier geht es zum Artikel: futuress.org/magazine/once-an-assistant-always-an-assistant

Beitagsbild: futuress.org

Das Komplexlabor im SCIENCE TALK

Natalie Sontopski, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Komplexlabor Digitale Kultur, war im SCIENCE TALK-Pocast zu Gast, um über ihre Forschungsarbeit und die Projekte des Komplexlabors zu berichten. Im Gespräch mit Journalismus-Studentin Katharina Gebauer geht es darum, wie Menschen mit unterschiedlichstem technischem Know-How digitale Kultur näher gebracht werden kann. Besonders der Umgang mit künstlichen Intelligenzen steht im Vordergrund. Wie funktioniert das Zusammenspiel zwischen Menschen und Technik? Wie wirk sich diese Interaktion auf unsere Gesellschaft aus? In diesem Rahmen konzentriert sich Natalie Sontopski unter anderem auf feministische Technologiestudien und erklärt, warum subjektive Diskurse auch in der Welt der Technologie eine wichtige Rolle spielen.

Jetzt auf Spotify anhören!

Der SCIENCE TALK ist ein TransInno_LSA-Teilprojekt an der Hochschule Magdeburg-Stendal. Welche Forschungs- und Transferaktivitäten gibt es in Sachsen-Anhalt? Welche sozialen und technischen Innovationen werden entwickelt? Wie steht es um die regionale Verankerung der Hochschulen? Diese und weitere Fragen beantworten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in kurzweiligen SCIENCE TALKS. Moderiert wird der Podcast von Journalismus-Studierenden.

www.sciencetalk.net

MakerFaire am 8.7.2021 11-13 Uhr im Lesegarten Hochschule Merseburg

Maker Faire Merseburg Hochschule

Trotz der Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie haben zwei Jahrgänge des Studiengangs Kultur- und Medienpädagogik (KMP) sich unter der Leitung von Prof. Stefan Meißner mit Makerkultur, DIY und digitalen Basteln befasst und eigene kleine Makerprojekte konzipiert und zum Teil auch schon realisiert. Oft musste auf Tutorials ausgewichen werden, da Workshops in Präsenzbedingungen schwer zu verwirklichen waren, aber die dabei entstandenen Ideen und Prototypen wollen wir dennoch der Hochschulöffentlichkeit und einigen wenigen, geladenen Gästen präsentieren. Dafür nutzen wir den Lesegarten neben dem Innenhof der HoMe und veranstalten eine kleine MakerFaire unter freien – hoffentlich strahlend blauen – Himmel, hygienegerecht und doch lebendig mit nicht-digitaler Co-Präsenz am Donnerstag, den 8. 7. von 11 bis 13 Uhr. Sehr gern würden wir im Rahmen dieser MakerFaire zum Thema »digitales Basteln« begrüßen und mit Ihnen ins Gespräch kommen, etwa bezüglich weiterer Lehrveranstaltungen an der Hochschule, transferorientierter Forschung oder einem vernetzenden Erfahrungsaustausch. Sollten Sie zu dieser Zeit nicht abkömmlich sein, aber am Thema interessiert, so melden Sie sich einfach via E-Mail.

Kontakt:

Prof. Dr. Stefan Meißner

Professur für Medien- und Kulturwissenschaften Fachbereich Soziale Arbeit, Medien, Kultur der Hochschule Merseburg

Tel.: +49(0)3461/46 2220

Mail: stefan.meissner@hs-merseburg.de

www.hs-merseburg.de/meissner/

Hintergrund: Seit drei Jahren befassen wir uns im Komplexlabor Digitale Kultur an der Hochschule Merseburg mit dem Thema Makerkultur, also dem kollaborativen Arbeiten mit digitalen Technologien in Makerspaces, Fablabs und offenen Werkstätten. Das, was dort gemacht werden kann, bezeichnen wir mittlerweile als »digitalesBasteln« und die dabei gelernten Fähigkeiten beschreiben wir als »Maker-Literacy«. Im Laufe der Zeit konnten Kooperationsverträge mit dem EigenbaukombinatHalle e.V. und dem Digitalsierungszentrum Zeitz geschlossen werden, die uns bei einer anwendungsorientierten Lehre wie auch Forschung unterstützen. Die Arbeit an diesem Thema sowohl im Rahmen von Seminaren als auch in Form von Forschungs- und Transferprojekten soll verstetigt und weiter vorangetrieben werden.

My HoMe is my BURG

My home is my burg

Burg meets HoMe – was passiert, wenn zwei Hochschulen Technologie zusammen aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten?
Das möchten wir ab dem Sommersemester 2021 herausfinden, wenn die Hochschulkooperation der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und der Hochschule Merseburg startet. In diesem Rahmen haben Studierende des Masterstudiengangs Industrial Design der Burg sowie des Masterstudiengangs der angewandten Kultur- und Medienwissenschaften der HoMe die Möglichkeit gemeinsam in einem interdisziplinären Projekt rund um künstliche Intelligenz zu arbeiten. Im Fokus steht dabei ein Mix aus experimentellen Formate, spekulativen Elementen, angewandter Praxis und vertiefender Theorie. Unser Ziel ist es, Technologie „anders“ zu denken – und im Zuge dessen Konzepte von Sprache, Geschlecht und Design in Frage zu stellen.
Das Projekt wird betreut von Amelie Goldfuß (KM Burg) und Natalie Sontopski (Komplexlabor Digitale Kultur) und von von Alexa Steinbrück (WM XLab Burg) punktuell unterstützt.

Roundtable: Künstliche Intelligenz von und für Frauen*

Namensschild KI Roundtable Europäische Komission

Die deutsche Vertretung der Europäischen Komission veranstaltete anlässlich der Operationalisierung des Weißbuches für Künstliche Intelligenz in Kooperation mit dem AI & Society Lab am Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft einige Roundtables. Hier sollten verschiedene Perspektiven rund um KI von Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Kultur diskutiert werden.

Das Kompexlabor Digitale Kultur in Vertretung von Natalie Sontopski war am 13. Oktober eingeladen beim Roundtable „Frauen und KI“ einen Impulsvortrag zu Femtech zu halten. Neben fehlender Diversität bei Investor:innen und in den Softwareprogrammierabteilungen kritisierte Natalie Sontopski die oft intransparente Verwendung von Daten bei Femtech und forderte dazu auf, statt in Produkte und Unternehmen in eine nachhaltige Verbesserung und unterrepräsentierten Gruppen und Themen zu investieren.

Ziel der Veranstaltung war es, einen Austausch über KI anhand konkreter Beispiele aus der Praxis zu initiieren, persönliche Kontakte zwischen den Teilnehmer:innen zu stärken, um gemeinsame Initiativen anzustossen und eine interdisziplinäre Diskussion über die Stärkung einer ermächtigten KI-Praxis für eine aufgeklärte Zivilgesellschaft.

Digitaltag 2020: Komplexlabor im Podcast des Academic Lab Leipzig

Komplexlabor Digitale Kultur

Anlässlich des bundesweiten Digitaltages am 19. Juni 2020 war Natalie Sontopski, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Komplexlabor Digitale Kultur, eingeladen zusammen mit Julia Hoffmann und Lukas Schroll (Universität Leipzig) zu den Themen digital literacy, Digitalisierung und digitale Lehre im Podcast des Academic Lab der Universität Leipzig zu diskutieren.

Jetzt anhören!

Der Gesprächseinstieg war die Frage nach digitalen Kompetenzen und digital literacy. Müssen wir wirklich alle Code schreiben können? Oder reicht ein grundlegendes Verständnis von Code und Software-Programmierung, um aktiv im digitalen Raum partizipieren zu können? Spannend in dem Kontext war die Feststellung, dass alle drei der Meinung waren, dass nicht jeder programmieren müsse, es aber enorm wichtig sei zu wissen, was programmieren und Code eigentliche bedeuten. Ein anderer Punkt, der die Teilnehmenden der Diskussion bewegt, war die Frage der Digitalisierung. Lucas Schroll warf zum Beispiel die Frage auf, ob den wirklich jeder wisse, was mit Digitalisierung gemeint ist, während Julia Hoffmann sich dafür aussprach, nicht einfach nur Geräte wie Computer und iPads für Schulen und Universitäten anzuschaffen und die didaktischen Grundlagen digitaler Lehre außer Acht zu lassen. Die Konsequenzen sind unter anderem während der Corona-Pandemie sichtbar geworden: Analoge Lehre kann nicht 1:1 auf digital übertragen werden. Deswegen reicht es nicht, nur eine digitale Infrastruktur zu etablieren. Lehrende müssten auch in Methoden geschult werden und neue Vermittlungsformate eingesetzt werden.

Die Diskussion hat allen Teilnehmenden viel Spaß gemacht und neue Perspektiven eröffnet und kann online angehört werden.